GOETTLERplus.de

Wo sind nur die 300 Dinkelsbühler hin?

20.11.2019: Dinkelsbühl steht vor großen Herausforderungen. Vom demografischen Wandel über die Folgen der Globalisierung bis hin zu den Hausaufgaben, die im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung gemacht werden müssen. Die Auswirkungen des weltweiten Wandels enden nicht vor den Mauern unserer Stadt, sie reichen inzwischen in alle Straßen und Gassen, sei es in der Kernstadt oder in den Ortsteilen. Die Antworten, die wir auf diese Herausforderungen finden müssen, sind nicht die alten technokratischen Rezepte mit dem Hang zu einer gewissen „Gigantomanie“.

Prestigeobjekte klingen auf den ersten Blick zwar gut. Aber haben die Menschen am Ende in ihrer persönlichen Lebens- und Arbeitswelt wirklich etwas davon? Die schönen Schlagzeilen erwecken den Eindruck, als sei Dinkelsbühl fast auf dem Weg zur Großstadt. In der FLZ fand sich dazu sogar die Überschrift „Dinkelsbühls Abschied vom Kleinstadt-Status“ (25.09.2018).

Wendet man den Blick allerdings vom Sonnendeck in den Maschinenraum, so wird deutlich, dass vieles reine Wunschvorstellungen sind. Die Einwohnerzahlen unserer Stadt sind dabei ein gutes Beispiel. Nach jeder vollmundigen Erfolgsmeldung stutzt das Landratsamt die Einwohnerzahl wieder zusammen. Verkündet das Rathaus 12.108 Bürgerinnen und Bürger (FLZ vom 11.01.2018), so meldet das Statistische Landesamt für den gleichen Stichtag 11.786.

Brauchen wir wirklich eine Politik, die 322 Bürgerinnen und Bürger erfindet, um besser dazustehen? Scheinbar schon, denn die Wahrheit, dass zwischen 2003 und 2018 die Anzahl der Einwohnerinnen und Einwohner nur von 11.665 auf 11.825 gestiegen ist, und damit in diesem Zeitraum im Durchschnitt nur um 10,7 Personen pro Jahr, damit kann man in der aktuellen Stadtpolitik wohl nicht leben. Doch wenn wir einfach mit diesen Rahmenbedingungen ehrlich umgehen würden, wäre es doch auch nicht so schlimm. Es passt im Rathaus eben nur nicht in die aktuelle Strategie, wenn man sich vom „Kleinstadt-Status“ verabschiedet und die echten Zahlen des Bayerischen Statistischen Landesamtes aber immer noch sagen, wir sind nun mal keine Großstadt. Der ehrliche Blick auf die Einwohnerzahlen zeigt, vor welchen Herausforderungen Dinkelsbühl steht. Die Wörnitzstadt mag zwar nicht besonders bei den Einwohnern gewachsen sein, die Anzahl der Wohngebäude vor allem in den neuen Baugebieten stieg aber erheblich an.

Welche Folgen hat das mittel- und langfristig? Mehr Gebäude, mehr Infrastruktur, die erhalten und gepflegt werden müssen, bei einer nur gering wachsenden Zahl von Menschen, die das letztendlich alles zu schultern haben. Da muss man politisch klug in die Zukunft planen, um künftigen Generationen keinen noch höheren Schuldenberg zu hinterlassen.

Dies ist die Informationsseite des Dinkelsbühler Oberbürgermeisterkandidaten Holger Göttler. Bitte unterstützen auch Sie meine Kandidatur mit Ihrer Stimme bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020. Vielen Dank!

Aktuelle Informationen finden Sie auch auf www.facebook.com/goettlerplus

Impressum & Datenschutz