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Sorgenkind ärztliche versorgung

Die hausärztliche Versorgung ist „drohend unterversorgt“ und auch das Beispiel der Geburtshilfe zeigt, es muss im medizinischen Bereich schnell gehandelt werden. Die Freien Wähler Dinkelsbühl (FW) fordern einen Medizincampus und mehr Einsatz für den ländlichen Raum.


26.09.2019:
Die Bayerische Staatministerin für Pflege und Gesundheit, Melanie Huml, bestätigte es den Freien Wählern Dinkelsbühl in einem Schreiben Mitte Juli schwarz auf weiß: Nach einer Überprüfung durch den Landesausschuss am 23. Mai 2019 gilt die hausärztliche Versorgung im Planungsbereich Dinkelsbühl, so die Ministerin wörtlich, „als drohend unterversorgt“. Was bedeutet, dass innerhalb von nur drei Jahren eine Unterversorgung eintreten könnte, wenn nicht schnell und konsequent nach funktionierenden Lösungen gesucht werde.

Die Kassenärztlich Vereinigung (KV) versucht sogar mit Fördermaßnahmen, den sich abzeichnenden Problemen zu begegnen. Wie akut diese wirklich sind, kann man auch daran ablesen, dass die KV Zuschüsse zur Niederlassung oder Praxisnachbesetzung in Höhe von bis zu 60.000 Euro gewährt. Auch von Seiten des Freistaats werden immer wieder unterschiedliche Programme genannt, besonders auch bei der Geburtshilfe, die im Dinkelsbühler Klinikum zeitweise geschlossen werden muss. Die „zielgerichteten Maßnahmen“, die auch von der Stadtpolitik immer wieder als Durchbrüche und Lösungen verkauft werden, zeigen bisher jedoch nur wenig greifbare Erfolge. Aus Sicht der Freien Wähler Dinkelsbühl sollte man daher offen und ehrlich über die Herausforderungen der medizinischen Versorgung sprechen und nicht immer wieder, wie von der aktuellen Stadtpolitik propagiert, medienwirksam den Eindruck erwecken, die Probleme seien quasi schon gelöst, wenn dies am Ende dann doch nicht der Fall ist.

Für die Fraktion der Freien Wähler im Dinkelsbühler Stadtrat reichen die Sonntagsreden im Stile „alles werde schon irgendwie klappen“ nicht aus, um eine wohnortnahe Versorgung nachhaltig und langfristig sicherzustellen. Mit neuen Ideen und Initiativen der drohenden Unterversorgung zu begegnen, war dann auch das Anliegen des FW-Vorsitzenden Alexander Wendel, der die Einrichtung eines Medizincampus am Standort Dinkelsbühl forderte. Der Ausbau der Dinkelsbühler Klinik zu einem Lehrkrankenhaus sichert den Standort, sorgt für hohe Qualifikation und führt dazu, dass junge Mediziner bei uns eine Heimat finden können.

Wie bei vielen anderen politischen Themen, liegt der Fokus auch hier wieder einmal mehr auf den Ballungsräumen. Der ländliche Raum hinkt hinterher. So sagt die Ministerin, dass erst geprüft werden müsse, ob ein Ausbau der „medizinischen Ausbildungskapazitäten in Bayern wirklich angebracht“ sei. Verwiesen wird dabei unter anderem auf die neue Hochschulmedizin in Augsburg, das Projekt „Medizincampus Oberfranken“ oder auf ein Projekt der Technischen Universität München in Dillingen. Ein „Medizincampus Dinkelsbühl“ könne vielleicht realisiert werden, so die Ministerin, wenn ausreichende finanzielle Mittel im sogenannten BeLA-Programm ("Beste Landpartie Allgemeinmedizin") zur Verfügung stünden, damit weitere Hochschulstandorte geschaffen werden.

Für die Fraktion der Freien Wähler im Dinkelsbühler Stadtrat besteht dringender Handlungsbedarf. Unterstrichen wird diese Haltung auch von den Stadträten Julia Kubin und Dr. Matthias Lammel, die beide mit ihrem Expertenwissen als Mediziner mit dem nötigen Einblick in die Materie eine schnelle und konsquente Suche nach wirklich tragfähigen Lösungen fordern. Die vielen Rückmeldungen in der Diskussion, die immer wieder Worte, wie „könnte“, „sollte“ oder „müsste“ enthalten, sind angesichts des akuten Zeitdrucks nicht angebracht. Für die Menschen unserer Stadt muss eine funktionierende wohnortnahe medizinische Versorgung sichergestellt werden, die Vertrauen schafft und neue Wege geht, wenn die alten offensichtlich nicht funktionieren.

Wir werden über dieses wichtige Thema in weiteren Beiträgen ausführlich berichten. Schauen Sie doch einfach regelmäßig auf unserer Seite vorbei.

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